Seit Februar 2008 steht das Microsoft-Angebot, das Unternehmen Yahoo! für rund 45 Milliarden Dollar zu kaufen. Yahoo! hält das Angebot für zu gering und will sich auch nicht von den jüngsten Drohungen Microsofts einschüchtern lassen. Microsoft dreht an allen Knöpfen um in den Besitz von Yahoo! zu gelangen.
Microsoft beklagt in einem offenen Schreiben vom 5. April 2008, während der Kontakte mit Yahoo! sei es zu keiner Einigung gekommen. Die Aktien von Yahoo! seien gefallen. Sollte es innerhalb der nächsten drei Wochen zu keiner Einigung kommen, will Microsoft direkt auf die Aktionäre Druck ausüben und eine Versammlung erzwingen, welche ein neues Yahoo! Direktorium wählt. Mit diesen Hilfsmitteln hofft Microsoft auch eine feindliche Übernahme durchsetzen zu können.
Mit diesen Argumenten soll Yahoo! offensichtlich an die Führungsleine von Microsoft getrieben werden.
Yahoo! weist in seiner jüngsten Antwort vom 7. April 2008 erneut die angestrebte Übernahme als unerwünscht zurück und bekräftigt damit seine Position vom 11.Februar 2008. Taktisch geschickt, lässt Yahoo! die Vereinigung mit Microsoft offen, falls dies die beste Option für die Aktionäre wäre. In Wirklichkeit möchte Yahoo! selbständig bleiben und argumentiert u.a. mit seinem Markennamen, der globalen Nutzerbasis und zukünftigem Wachstum. Das Wachstum ist gewiss eine Schwachstelle, das sich kaum mit Gewissheit voraussagen lässt. Die nächsten Quartalsberichte werden davon zeugen, zu welchem Wachstum Yahoo! fähig ist. Yahoo! verkündete zu diesem Anlass den Start einer völlig neuen Anzeigenmanagemantplattform AMP!, welche Verkauf und Kauf von Werbung dramtisch vereinfachen soll. Yahoo! bleibt weiter dabei, die Annahme des Microsoft-Angebotes ist nicht die beste Entscheidung für die Yahoo!-Aktionäre.
Yahoo! möchte weder Microsoft noch anderen Unternehmen eine Übernahme unter dem tatsächlichen Wert von Yahoo! erlauben.
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Comments
One response to “Yahoo! will sich nicht kaufen lassen”
Angesichts des Marktanteiles von Google in Deutschland ist es eigentlich ziemlich egal, was Yahoo und Microsoft treiben. Ich habe die Suchmaschinen mehrfach verglichen und Google immer als eindeutigen Sieger ermittelt.
Wenn man das Ganze betriebswirtschaftlich betrachtet, stellt sich die Lage natürlich anders dar.