Handschriftliche Suchanfragen für Google

27. July, 2012 1 Kommentar Autor:

Computer werden immer kleiner, doch die Tastaturen können nicht beliebig verkleinert werden. Deshalb sind alternative Eingabemethoden gefragt. Die neuste Form der Eingabe für Google Suchanfragen ist Handschrift auf dem Smartphone.Das Touchdisplay ist nach heutigem technischen Stand das grösste Eingabegerät eines Smartphones. Mit ihrer natürlichen Handschrift können Nutzer nun die Eingaben starten. Geschickte Hände sind damit vielleicht schneller, als mit Tastaturbedienung. Google empfiehlt sogar die einhändige Daumenschreibung.

Diese Neuerung betrifft nicht nur die englische Sprache. Sämtliche Sprachen die Google in den Sucheinstellungen bietet sind nutzbar. Suchanfragen können ebenso in Deutsch, Hindi Chinesisch und vielen anderen Sprachen gestellt werden. Vorraussetzung ist jedoch die Nutzung von Google.com über das Smartphone. Die Länderversionen (Google.de usw.) sind derzeit nicht für die handschriftliche Eingabe gerüstet. In den Einstellungen (Settings) bietet Google die Möglichkeit eine Sprache auszuwählen. Nach Auswahl von Deutsch erkennt Google auch Umlaute.

Das Schreiben ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Die handschriftliche Eingabe sollte in Druckbuchstaben erfolgen. Jeder Buchstabe wird sofort gelesen und umgesetzt. Die handschriftliche Eingabe des Buchstaben K bedeutet normalerweise, 3 Linien für den Buchstaben zu schreiben. Sobald man jedoch den Finger (oder Eingabestift) vom Bildschirm löst startet die Erkennung und wandelt bereits die erste Linie in ein großes I oder kleines l um. Man muss also ohne absetzen schreiben und dennoch versuchen Druckbuchstaben zu verwenden. Für Umlaute muss man zwangsläufig absetzen. Werden die Punkte schnell genug gesetzt erkennt Google den Umlaut.

Diese Erfahrung steht im Wiederspruch zu Googles Vorstellungsvideo, welches suggeriert man würde sogar mehrere Worte in Schreibschrift auf den Bildschirm bringen bevor die Umwandlung erfolgt.  Da die Smartphone-Bildschirme klein sind, ist es sicherlich die beste Lösung, die Buchstaben sofort umzuwandeln.

Deutlich erleichtert wird die handschriftliche Eingabe durch die Vervollständigung per Google Instant. Auf dem Smartphone werden bereits ab dem ersten Buchstaben Vorschläge unterbreitet. Zumindest für häufig gesuchte Begriffe kann man mit der Eingabe weniger Buchstaben die Suchanfrage formulieren.

Ein kleines handschriftliches Ikon mit dem kleinen Buchstaben g in der rechten unteren Ecke erscheint bei aktivierter Handschrift.

Die besten Ergebnisse werden mit dem nativen Android-Browser erzielt. Googles handschriftliche Eingabe ist nutzbar mit Android 2.3+ Smartphones, Android 4.0+ Tablets, sowie iOS 5+ Smartphones und Tablets. Google Handwrite funktioniert unter anderem in der Websuche, Google Bilder und Places, jedoch derzeit nicht in Google News, Google Maps, Google Shopping und Google Flugsuche.

Wer alle Möglichkeiten von Handwrite ausnutzen möchte, sollte vor der ersten Nutzung kurz einmal die Tips for Handwrite ansehen. Dort gibt es auch Hinweise für iOS-Nutzer.

Google Handwrite ist lediglich eine ergänzende Eingabemethode. Vorhandene Möglichkeiten sollen nicht ersetzt werden. Neben der traditionellen Eingabe per Tastatur kann die Google Suche auch per Sprache bedient werden. Ebenso ist eine vergleichende Bildersuche möglich.

 

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Tags: , Kategorie: Recherche, Google

Ein Kommentar to “Handschriftliche Suchanfragen für Google”

  1. Dieter says:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Neuerung ist, die sich nachhaltig bei Google durchsetzen wird. Dafür haben sich schon viel zu viele an die Eingabe per Tastatur gewöhnt.

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