Das Google+ Projekt – Soziales Netzwerk

30. June, 2011 3 Kommentare Autor:

Im Google+ Projekt teilen Nutzer ihre Interessen, Fotos, chatten gemeinsam, zeigen ausgewählten Freunden wo sie sich gerade aufhalten, planen gemeinsam. Für Gesprächsstoff soll ein Nachrichtenstrom mit packenden Inhalten sorgen. Mehrere Teilkomponenten fügen sich nathlos zu einem sozialen Netzwerk zusammen. Das Google+ Projekt.

Google selbst spricht nicht vom sozialen Netzwerk und schon gar nicht davon, dass anderen sozialen Netzwerken Konkurrenz gemacht werden soll. Das Google+ Projekt zielt jedoch eindeutig darauf hin, Menschen online zu vernetzen, gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen.

Die Komponenten von Google+

Grundlage ist ganz klar ein Nutzeraccount bei Google.

  • Im Google Profil werden Daten hinterlegt mit denen man im Netzwerk vertreten sein möchte.
  • In den sozialen Kreisen, Circles, werden die Konktakte geknüpft und gepflegt. Für jeden Bedarf lassen sich separate Kreise anlegen. Ein Kreis für die Familie, ein Kreis für den Wanderverein, ein Kreis für die nachbarschaftlichen Beziehungen im Wohngebiet. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Damit genügend Gesprächsstoff vorhanden ist, bietet Google mit Sparks einen Datenstrom, der packende Inhalte liefern soll. Interessante Videos und Artikel.
  • In Kontakt tritt man dann mit dem VideoChat Hangouts.
  • In +Mobil sind mehrere Funktionen zur Kommunikation integriert.
    • +Standort kann den aktuellen Aufenthaltsort für ausgewählte Personen anzeigen.
    • +Sofort-Upload kann mobil aufgenomme Bilder in die Cloud laden und ausgewählten Personen zugänglich machen.
    • +Huddle ist ein Gruppenchat für das mobile Endgerät. Termine absprechen oder gemeinsam etwas planen, das soll mit Huddle besser funktionieren als mit SMS oder anrufen, die gleichzeitig nur eine Verbindung zwischen zwei Personen herstellen.

Das Google+ Projekt befindet sich derzeit im Feldversuch. Das heisst, es funktioniert manchmal noch nicht alles perfekt. Die Teilnahme ist nur mit einer Einladung möglich.

Rein praktisch hat Google einen schweren Stand, Nutzer für die neue Plattform zu bekommen. Die jüngsten Resultate einer W3B-Umfrage sehen in Deutschland rund 53% der Internet-Nutzer bei Facebook. Daneben werden 8 weitere Netzwerke aufgeführt, die alle über eine bedeutsame Nutzerschaft verfügen. Google müsste mehr als besser sein, um die Nutzer von Facebook und anderen dominierenden Netzwerken auf die eigene Plattform zu holen. Google erklärt jedoch, dass die jetzigen Komponenten erste Bausteine sind. Wir dürfen also gespannt sein, wie das Google+ Projekt ausgebaut wird.

Einen Vorteil hat Google, die marktbeherrschende Stellung in zahlreichen Ländern, weltweit. Die Nutzer sind praktisch schon da. Es muss nur noch Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass es sich lohnt auf der Google-Plattform seine sozialen Kreise aufzubauen.

Das Google+ Projekt

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3 Kommentare to “Das Google+ Projekt – Soziales Netzwerk”

  1. Marco says:

    Also ich muss sagen Google+ ist wirklich gut. Sowohl das Handling als auch die Funktionalität ist sehr gut. Gut ist auch das Zusammenspiel der einzelnen Module und der einzelnen Programme. Laut einer Studie die ich mal laß, Spielen 60% der Facebook Nutzer.
    Google+ bietet noch keine Spiele an .. auch Anwendungen und Fanpages sind rar. Also Google hat Spiele Hersteller im Peto, das sollte also funktionieren … Anwendungen sollte auch kein Problem sein. Fanpages .. Naja das kann Google mit Sicherheit auch. Nur einfach alles zu kopieren ist auch nicht das wahre.
    Richtig gut finde ich die Privateinstellungen (Streams Öffentlicht / Privat etc.) da hat google Facebook schon sehr viel vor raus.
    Also ich bin gespannt ob google jetzt nur die 80-20 Regel zu Beginn startet oder ob Spiele, Anwendungen und Fanpages gar nicht geplant sind. Wenn das der Fall ist, wird google keine User von Facebook abwerben können.
    Also ich bin gespannt was Google uns da noch präsentieren wird.

  2. Andreas says:

    Ich persönlich halte das alles als vorübergehende “Erscheinung”.

    Sowohl das alt bekannte Facebook als auch die neue Variante von Google werden sich relativ schnell erledigen, wenn die User mal dahinter kommen, in welcher Form Sie sich öffentlich “nackig” machen und wie das insgesamt ausgenutzt wird.

    Den aktuellen Hype auf solche Social-Portale verstehe ich nur so, das die User nicht wirklich wissen was Sie tun.

  3. Florian says:

    Also, dass dies nur ein aktueller Hype sein soll glaube ich kaum.
    Die social networks bleiben bestehen, so denke ich jedenfalls.
    Das ist ja nicht nur gerade mal da, sondern hat sich entwickelt jahrelang. Selbst in meiner Famile melden sich dort immer mehr an.

    Google hat gute Chancen, was ich bisher gesehen und gelesen habe. Drin bin ich leider noch nicht, aber hoffentlich bald.