Ungültige Klicks, Klickbetrug – Google klärt auf

2. March, 2007 6 Kommentare Autor:

Google klärt darüber auf, wie ungültige Klicks erkannt und bewertet werden. Wir erfahren konkrete Zahlen.

Google spricht lieber von ungültigen Klicks als von Klickbetrug. Das ist sicherlich treffender, weil nicht hinter jedem ungültigen Klick eine betrügerische Absicht stecken muss. Die Gesamtzahl der von Google entdeckten ungültigen Klicks wird mit “weniger als 10%” bezeichnet. Wenn wir bedenken, dass für Google 1% ungültiger Klicks einem Wert von mehr als 100 Millionen Dollar pro Jahr darstellen, wird die Dimension von etwa 10% deutlich. Google würde deutlich mehr Gewinn einfahren, wenn es gelänge die ungültigen Klicks unter den Tisch zu kehren. Öffentliche Diskussion und Verfahren, die Google zu Vergütung verpflichten, haben sicherlich dazu beigetragen, Google zu mehr Informationen über dieses Thema zu bewegen.

Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen erkannten ungültigen Klicks und ungültigen Klicks die den Kunden in Rechnung gestellt werden. Google setzt ein dreistufiges System zur Erkennung ungültiger Klicks ein. In der ersten Stufe analysieren und filtern Algorithmen automatisch und Echtzeit. Der grösste Teil aller ungültigen Klicks wird in dieser Stufe erkannt. Die 2. Stufe wird als Offline-Analyse durchgeführt. Neben automatischen Algorithmen findet eine manuelle Analyse statt.Hier werden sehr viel weniger ungültige Klicks erkannt, als in Stufe 1. Die dritte Stufe wird von den Anzeigenkunden initiiert. Google verspricht, jedem Hinweis seiner Kunden nachzugehen. Im Ergebnis sind es weniger als 0,02% aller Klicks, die auf Grund der Beschwerden von Anzeigenkunden gelöscht werden.

Einige Fragen bleiben offen:
– Wie gross ist die Differenz zwischen Stufe 2 und Stufe 3 bzw. überschneiden sich beide Stufen?
– Wie hoch ist die Zahl der Klicks von Anzeigenkunden, die aus Mangel an technischen Hilfsmitteln nicht in der Lage sind, ungültige Klicks zu erkennen und deshalb nicht zu den 0,02% gezählt werden?
– Wieviel ungültige Klicks bleiben von Google und Anzeigenkunden unerkannt?

Es ist kaum anzunehmen, dass alle drei Fragen jemals beantwortet werden könnten. Begrüssenswert ist, dass Google Schritte zu mehr Transparenz unternimmt. Unabhängig von den Motiven, die dazu führten. Google erkennt selbst: Langfristig ist es das Beste für Google und die gesamte Industrie, die Anzeigenkunden effektiv vor Klickbetrug zu schützen.

Der ClickfraudIndex informiert in einem Diagramm über die Gesamtzahl ungültiger Klicks. Darin wird nicht unterschieden, wieviele dieser Klicks von Google & Co. erkannt werden und wieviele davon tatsächlich den Kunden in Rechnung gestellt werden. Der Service von CFAnalytics überwacht bis zu 100 000 bezahlte Klicks/Monat pro Anzeigenkunde kostenfrei, erstellt Online-Reports und E-Mail Berichte.

Inside AdWords: Invalid Clicks – Google’s Overall Numbers

Frühere @-web Beiträge zum Thema: Klickbetrug

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Tags: Kategorie: Google, SuMa Marketing

6 Kommentare to “Ungültige Klicks, Klickbetrug – Google klärt auf”

  1. Rüdnitzer says:

    Bei Google gehört es vermutlich zum Geschäftsmodell, Lieferanten (den Anbietern der Werbefläche) die Rechnungen zu kürzen oder diese gänzlich aus dem Programm zu werfen. Dazu kommt, dass man alle diejenigen prellt, die nie die 100-Dollar-Marke erreichen. Da summieren sich weltweite einige Millionen von Google nicht bezahlter Leistungen. Den AdWords-Kunden wird natürlich trotzdem die Rechnung gemacht.

  2. Ungültige Klicks, Klickbetrug – Google klärt auf | e-commerce-blog.de says:

    […] auf, wie ungültige Klicks erkannt und bewertet werden. Wir erfahren konkrete Zahlen. weiter auf @-web […]

  3. Carsten says:

    Wer am Google-Adsene Programm teilnimmt, sollte täglich durch einen PDF-Ausdruck die Statistiken und die bisherigen Einnahmen (Kontostand) sichern, weil es nämlich durchaus üblich ist, dass Google von einer Minute auf die andere (ohne vorherigen Hinweis) den Account sperrt und Geld sieht man dann keines mehr, weil meinen keinen Zugriff mehr auf sein Konto hat. Ohne die Statistiken/Kontoausdruck hätte man vor Gericht nichts in der Hand, also täglich die Reports sichern und Google fleissig verklagen, wenn diese einfach das Konto sperren und Guthaben nicht auszahlen!!!

  4. holki says:

    Also hier gibt es zu diesem Thema auch noch einiges http://www.lammenett.de/blog/2007-02-03/google-falle-der-schwindel-mit-den-klicks

    Ist auf jeden Lohnenswert zu lesen. Da werden auch einige mehr oder weniger zu realisierende Möglichkeiten aufgezeigt um die ungültigen Klicks offensichtlicher zu machen.

  5. Heinz says:

    Everflux.de :: Betrug ? Viele Blogs aus dem Nirvana …

  6. Googles Willkür bei Klickbetrug oder berechtigte Sperrung von Konten? says:

    […] Erkennung von ungültigen Klicks erfolgt bei Google durch ein drei Stufen System. In dem Artikel Ungültige Klicks, Klickbetrug – Google klärt auf wird dies sehr gut […]

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