Autor – Signal für das Ranking

Google möchte gerne wissen, wer der Autor eines Textes im Internet ist. Mit dieser Information glaubt Google, ein weiteres Stück zur Bestimmung der Relevanz von Treffern für die Suchanfrage gefunden zu haben. Das ist nur eines von vielen Signalen um Relevanz und Ranking zu bestimmen, beruhigt Google.

Hinweis: Im August 2014 stellte Google das “Experiment” der Urheberschaft von Autoren ein.

Google bekommt mit der Angabe zum Urheber eine Möglichkeit besser zu erkennen, wo ein Autor publiziert. Großartige Inhalte kommen von großartigen Autoren, so die Philosophie von Google.

Linkattribut rel=”author” verweist auf die Seite des Autors

Jeder Inhalt, der mit dem Autor bzw. Urheber in Verbindung gebracht werden soll, kann mit dem Verweis zur Seite des Autors versehen werden. Der Verweis bekommt das Linkattribut rel=”author”. Der Begriff Inhalt geht weit über textliche Beiträge hinaus. Fotografen können die Urheberschaft ihrer Fotos dokumentieren, Hersteller ihre Produktbeschreibungen. Selbst Kommentare in Foren oder Blogs können den Autorenverweis bekommen. Ebenso Musik, Bewertungen, TV-Serien usw.

Der Quelltext des Verweises zur Autorenseite sieht etwa so aus:

Dieser Beitrag wurde geschrieben von: <a rel="author" href="/autor/klaus-patzwaldt">Klaus Patzwaldt</a>.

Inhalte für eine Autorenseite

Auf der Autorenseite können beispielsweise die Biographie des Autors, persönliche Photos und Artikel, sowie Verweise zu Artikeln auf anderen Websites gelistet werden. Insbesondere per rel=”me” soll auf externe Beiträge verwiesen werden. Falls es Autorenseiten des gleichen Autors auf mehreren Publikationen gibt, dürfte eine Verlinkung der Autorenseiten untereinander für eine bessere Findbarkeit aller Beiträge des Autors sorgen.

Die Autorenseite muss sich auf der gleichen Domain befinden, wie der Inhalt, welcher den Autorenlink enthält!
Kommuniziert ein Autor auf mehreren Domains, sollte jeweils eine neue Autorenseite erstellt werden.

Subdomains werden als Bestandteil einer Domain gewertet, benötigen keine zusätzliche Autorenseite.
Es genügt, eine einzige Autorenseite für www.meineseite.de, meineseite.de und/oder subdomain.meineseite.de zu erstellen.

Mehrere Autorenseiten, sowie Profile des Autors in sozialen Netzen, können mit dem Linkattribut rel=”me” vernetzt werden.

Linkattribut rel=”me” verweist auf weitere Profilseiten des Autors

Mit einem Verweis, der das Linkatribut rel=”me” enthält, kann ein Autor auf seine Homepage verweisen.

<a rel="me" href="http://www.at-web.de/">Lies mehr von Klaus Patzwaldt</a>.

oder auf Soziale Profile

<a rel="me" href="http://www.twitter.com/at_web">Twitter-Profil  von Klaus Patzwaldt</a>.
<a rel="me" href="http://www.facebook.com/klaus.patzwaldt">Klaus Patzwaldt auf Facebook</a>.

Sind mehrere Autorenseiten auf unterschiedlichen Domains vorhanden, können diese über einen Verweis mit dem Linkattribut rel=”me” erklären, dem gleichen Autor zu gehören. Verlinken zwei Autorenseiten gegenseitig aufeinander mit rel=”me”, ist dies für Google ein Zeichen, dass die Seiten zum gleichen Autor gehören.

Microdata von schema.org

Schema.org zeigt die Möglichkeit, den Autor als Person oder Organisation zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung per Microdata, entsprechend den Richtlinien von schema.org, gelten als vollwertiger Ersatz für die Kennzeichnung rel=”author”. Im eigenen Interesse dürfte, soweit vom Autor beeinflussbar, eine durchgehend einheitliche Kennzeichnung mit vollem Namen oder Synonym, sinnvoll sein.

Beinahe unüberschaubar ist die Vielfalt der Inhalte, die ein Autor kennzeichnen kann. Webseiten, Artikel, Bücher, Bewertungen, Rezepte, TV-Serien, Fotos, Videos, Musik, Tabellen, Suchergebnislisten, Produkte und vieles mehr.

Automatische Kennzeichnung mit rel=”author”

Google verspricht, wer über die hauseigene Plattformen YouTube und “Blogger” Inhalte kommuniziert, bekommt automatisch die Autorenkennzeichnung für seine Publikationen.
Autoren, die von sich glauben, wirklich gute Inhalte zu liefern, sollten darauf achten, immer unter gleichem Namen oder gleichem Synonym aufzutreten, um den vollen Vertrauensbonus abzuschöpfen.

Entwickler sehen sich nun der Aufgabe gegenüber, in Tools für Webpublisher, beispielsweise CMS und Blog-Systeme, die Autorenkennzeichnung anzubieten.

Laut Google können Beiträge von vertrauenswürdigen Autoren auf Websites einen Bonus bekommen, die an sich über keine starken Rankingsignale verfügt.

Warum rel=”author” und rel=”me” ?

Es stellt sich die Frage, warum Google gerade jetzt den Autor in das Ranking einbeziehen möchte. Den Meta-Tag Autor gibt es deutlich mehr als 10 Jahre. Kein Suchmaschinenbetreiber (außer Fireball in frühen Jahren) sah sich veranlasst, die Angaben zum Autor überhaupt als separate Information in den Index aufzunehmen.

Es folgen mehrere Vermutungen, die lediglich als Gedankenanstoß zu werten sind. Diese, meine Vermutungen, stellen keine Aussage darüber dar, wie Google tatsächlich die Informationen über den Autor bewertet.

Ein Grund könnte die wachsende Bedeutung sozialer Dienste sein. Häufig sind Autoren unter ihrem Namen im sozialen Netzwerk vertreten. Deutlich weniger sind Websites der Autoren namentlich zugeordnet.

Ein Autor kann in mehreren Publikationen aktiv werden. Publiziert ein Betreiber eines Blogs beispielsweise in einer angesehen Online-Ausgabe einer Zeitung, Zeitschrift, einem Fachmagazin oder ähnlichen Publikationen, könnte das seine Reputation in der Suchmaschine erhöhen.

Google startet die Initiative, Webmaster zur Nutzung der beiden Linkattribute rel=”author” und rel=”me” anzuhalten. Die Verwendung der Linkattribute ist jedoch übergreifend mit HTML 5 und XFN festgelegt.

Die korrekte Anwendung der Linkattribute lässt sich über das Rich Snippets Testing Tool prüfen, erklärt Google.

Im Web:

Google Webmaster Central Blog
Authorship markup and web search

Google Webmaster Tools Hilfe
Authorship


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