Google kauft Aardvark

14. February, 2010 Comments Off on Google kauft Aardvark Autor:

Aardvark verbindet Freunde miteinander um ungelöste Fragen schnell zu klären. Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen versteht Aardvark komplette Sätze und Absätze. Umständliches Umformulieren (Wie muss ich jetzt formulieren damit die Maschine vernünftige Treffer bringt) entfällt.

Aardvark lässt sich gar nicht mit herkömmlichen Suchmaschinen vergleichen. Es ist eine Plattform, ein System, welches Menschen miteinander verbindet. Menschen die meinen sich näher zu kennen, Freunde oder zumindest Bekannte zu sein.

Bevor Sie Aardvark nutzen können, müssen Sie einige wenige Angaben zu Ihrer Person abgeben. Auf welchen drei Gebieten sind Sie Experte? Ein bissel Experte sind wir alle, also einfach mal überlegt, wofür Sie sich besonders interessieren, was Sie gerne tun: Radfahren in Berlin, historische Bücher lesen, kochen. Nun ja, etwas in dieser Art. Diese Angaben können Sie später ergänzen oder korrigieren. Sie geben zudem an, wie häufig Ihre Freunde auf Ihre Hilfsbereitschaft rechnen dürfen. Dreimal pro Tag oder eher einmal pro Woche?

Nachdem Sie sich registriert haben, könnte aus ihrem Bekannten oder Freundeskreis (soweit bei Aardvark ebenfalls angemeldet) eine Frage zum Radfahren in Berlin kommen. Sie geben eine kurze Antwort, welche Ihre eigenen Erfahrungen wiederpiegelt. So wie im normalen Leben gewohnt.

Nur sind Sie über die Plattform von Aadvark gleich mit mehreren Personen indirekt verbunden. Aardvark entscheidet algorithmisch, welche Personen am besten geeignet erscheinen, eine Antwort zu geben. Selbst wenn Sie tausende von Kontakten haben sollten, werden in der Regel kaum mehr Menschen gefragt, als sie Finger an der Hand haben. Die Antworten werden ebenfalls algorithmisch gewertet. Bis zu zwei oder drei Antworten könnten Sie erreichen, abhängig davon, wie diese Antworten von der internen Qualitätsbewertung gemessen werden.

Die Antworten kommen für gewöhnlich innerhalb von 5 Minuten. Diese Zeit soll auf durchschnittlich 2 bis 3 Minuten reduziert werden. Das ist nicht so schnell wie eine Suchmaschine, aber häufig viel treffender als die Antwort einer Suchmaschine. Falls nicht, haben Sie die Chance der Nachfrage. Eine Option die gängigen Suchmaschinen fehlt.

Bevorzugte Kommunikationsmethode ist ein Austausch per Instant Messenger von AIM, Google, Yahoo! und Windows Live. E-Mail und iPhone sind weitere Kommunikationswege.

Die Datenbasis von Aardvark unterscheidet sich wesentlich von den Datenbanken der Suchmaschinen. Es wird nicht im Datenbestand des Internets gesucht, Antworten stecken in den Köpfen der Personen, mit denen Sie per Netzwerk verbunden sind. Das Netzwerk wurde bisher ausschliesslich aus Facebook-Kontakten aufgebaut. Sie teilen Aardvark mit, welche Personen bei Facebook zu Ihnen Kontakt pflegen. Aus diesem Personenkreis werden Ihnen nur Personen zugeordnet, die sich bereits bei Aadvark registriert haben. Seit der Akquisition durch Google, können Sie Ihr Google Profil der Google Apps in Aardvark einbinden lassen. Darüber könnten etwa alle E-Mail und Kalender Kontakte in Aardvark landen.

Fragen und Antworten bleiben in der Grundeinstellung privat, werden nicht der Öffentlichkeit preisgegeben. Allerdings können Sie und jeder beliebige Kontakt wählen, dass Sie Fragen und Antworten mit Freunden teilen. Dann werden die Fragen und Antworten in Suchmaschinen wie Google, Yahoo! und Bing erscheinen.

Aardvark behauptet über sich, eine neue Art der sozialen Suche geschaffen zu haben. Mitunter möchten Sie lieber eine Antwort von einer Person statt von einer Website. Google unterstützt diese Auffassung zweifelsfrei. Das zeigt die Akquisition von Aardvark. Die Websuche wird um eine weitere Facette bereichert.

Das Prinzip von Aardvark ist nicht ganz neu. Fragen und Antworten führten bereits Millionen von Menschen in Gemeinschaften zusammen. Die Kategorie Fragen/Antworten, in diesem Blog, berichtet darüber. Neu sind möglicherweise das technologische Prinzip der Qualitätsbewertung und die relativ schnellen Antwortzeiten.

Aardvark ist bereits in den Google Labs gelistet. Sie nutzen Aadvark jedoch weiterhin unter der Internetadresse von Aadvark.

Aardvark

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Tags: Kategorie: Fragen/Antworten, Google
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