Bing Streetside – Einspruch erlaubt

3. August, 2011 Kommentieren Autor:

Zunächst wollte Microsoft sich um die Einspruchsmöglichkeit herummogeln. Viel zu aufwendig lautete die Argumentation. Datenschützer haben sich jedoch durchgesetzt. Seit dem 1. August 2011 können bis 30.September 2011 Anträge gestellt werden, Gebäude unkenntlich zu machen.

Microsoft erwartet laut futurezone keinen großen Ansturm. Viele Nutzer hätten mittlerweile erkannt, wie nützlich die fotorealistischen Strassenansichten sind. Beispiel: Wer andere Städte besucht wird mitunter dankbar sein, den Ort bereits vorher besucht zu haben. Schon vor der Hotelbuchung lässt sich dessen Lage gut erkunden.

Bing Streetside startet im September 2011

Bing Streetside startet im September in Deutschland. Dann sind längst noch nicht alle geplanten Städte/Gebiete abgelichtet. Die Aufnahmen für Bing Streetside Deutschland begannen im Mai 2011.

Bing Streetside Kamerafahrten

Die Kamarafahrten für ganz Deutschland erstrecken sich über einen Zeitraum von 18 Monaten. Der Zeitplan für die Kamerafahrten lässt erkennen, dass die Streetside-Fahrzeuge zunächst im Süden Deutschlands starteten und sich dann grob gesehen Richtung Norden bewegen.

Die ersten Aufnahmen, Anfang Mai 2011, starteten in Bayern. Im Juni wurden, durch Aufnahmen in der Rhein-Neckar Region, Baden-Würtemberg und und Rheinland-Pfalz berührt. Kamerafahrten im Bundesland Hessen begannen in Offenbach und Wiesbaden, später in Frankfurt/Main und in der Rhein-Main Region. Die ersten Aufnahmen in Nord-Rhein Westfalen begannen im Juli in Essen.

Aufnahmen in Darmstadt starten im August. Im September ist der Beginn von Fahrten in Bottrop, Buchum, Dortmund und Freiburg im Breisgau aus dem Zeitplan ersichtlich.

Der Zeitplan für Kamerafahrten der Navtec/Bing Fahrzeuge wird schrittweise um neue Termine für Kamerafahrten erweitert.

Widerspruch Bing Streetside

Eigentümer und Bewohner von Gebäuden können einen Antrag auf Unkenntlichmachung, im Volksmund auch als Verpixelung bezeichnet, stellen. Haus- und Gebädenummern werden automatisch unkenntlich gemacht. Ebenso Gesichter und Autokennzeichen.

Microsoft schreibt:

Auf Straßenansichten sind Grundstücke und Gebäude so abgebildet, wie sie von der Straße aus zu sehen sind. Die Sichthöhe und –weite entsprechen derjenigen aus einem Reisebus.

Damit dürften sich ähnliche Sichtweisen ergeben, wie sie aus Google Streetview bekannt sind. Für Strassen in städtischen Innenlagen ist das wohl in den überwiegenden Fällen okay. Was ist aber mit Grundstücken, meist in Aussenbereichen von Städten gelegen?

Der Blick über den Gartenzaun

Eigentümern von Siedlungshäusern und anderen Häusern mit Garten ringsherum dürften sich von dieser Sichtweise hin und wieder unangenehm berührt sehen. Es entspricht nun einmal nicht der Praxis dass Reisebusse durch Siedlungsgebiete fahren. Falls das doch passiert, ist das in den meisten Siedlungsgebieten eher ein seltenes Ereignis.

Der Blick über den Zaun mit Bing Streetside und Google Streetview ist jedoch ein virtuelles, dauerhaftes Ereignis. Allerdings könnten die bereits genutzten Luftaufnahmen (Vogelperspektive) teilweise mehr Einblicke in sensible Bereiche eines Grundstückes verschaffen als der Blick von der Strasse über den Gartenzaun oder die Hecke.

Microsoft versichert, auch nach der Veröffentlichung der Streetside-Ansichten, auf Antrag Gebäude unkenntlich zu machen.

Bing Streetside

Das Einspruchsformular, nennt sich ganz unkomplziert: Vorabwiderspruchsformular. 😉
Das Formular ist zusätzlich als PDF-Datei zum Download verfügbar: Widerspruchsformular Streetside

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