244 237 Unsichtbarkeitsanträge für Street View Deutschland

21. October, 2010 6 Kommentare Autor:

2,89% aller Haushalte aus den 20 Städten, für die Google Street View Deutschland noch im diesem Jahr starten soll, haben die Unkenntlichmachung von Gebäuden beantragt. Zwei Drittel der Anträge wurden Online gestellt. Da Google die Originalbilder bearbeitet, kann eine Unkenntlichmachung nicht rückgängig gemacht werden.

Die Folgen der Unkenntlichmachung könnten grössere Probleme hervorrufen, als wenn das Haus einfach zu sehen wäre. Ein Mieter eines grösseren Wohnhauses könnte beispielsweise das Haus unkenntlich machen lassen, weil er persönliche Differenzen mit dem Besitzer eines Ladengeschäftes im Erdgeschoß ausficht. Für den Laden könnte es geschäftliche Nachteile bringen, falls der Laden nicht im Google Streetview zu sehen ist.

200 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigt Google um per Hand den Anträgen auf Unkenntlichmachung von Gebäuden im Google Street View für Deutschland nachzukommen.
Andreas Türk, Street View Manager Deutschland, gibt zu bedenken, dass nicht alle Anträge bearbeitet werden können. Mitunter sind die Adressen nicht eindeutig zuzuorden oder Angaben waren nicht richtig zu lesen. Es bleibt aber weiterhin möglich, nach dem Start von Street View Anträge zu stellen.

Street View Datenschutz und rechtliche Fragen
Der Google Produkt Kompass:
Street View: Wie viele deutsche Haushalte wollen nicht abgebildet werden?

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6 Kommentare to “244 237 Unsichtbarkeitsanträge für Street View Deutschland”

  1. Kerbie says:

    244 237 deutsche werden schon wissenwarum sie das nicht wollen. Vielleicht ist es ja so, das die Behörden, nachdem sie bei Verdacht ja auf das Konto Einsicht haben dürfen, nun bei Verdacht auch Zugang haben dürfen, in dem Falle zum Grundstück oder Haus???

    Nein im Ernst. Ich verstehe das absolut, und respektiere das noch viel mehr, dass die Leute dies nicht wollen. Gerade ältere, die mit dem Internet nichts zu tun haben und haben wollen, denen gebe ich erst richtig Recht.

    Also steht auf und lasst Euch nicht durchleuchten.

  2. Online Weber says:

    Die ganze Deskussionen um Google Street View sind es nicht Wert. Sie machen Ihren Job gut. Die einzelne Häuser von Menschen, die Ihre Wohnumgebung nicht Online sehen möchten verschwommen zu machen finde ich beeindruckend, wenn man es überlegt, wieviel Arbeit dahinten steckt. Es wird immer die tüpisch Deutschen geben, die sich darüber nur aufregen. Zum Beispiel in anderen Ländern, die Leute freuen sich wieder was neues von Google zu haben. Ich frage mich, warum regen sich die Deutschen darüber auf?

  3. Hans-Peter Zimmermann says:

    Street View ist so etwas Praktisches, dass es einfach nur meschugge ist, wenn man sich dagegen auflehnt.

    Eines Tages kommt sicher jemand auf die Idee, seinen ganzen Wohnort unkenntlich machen zu wollen, weil er nicht will, dass die anderen sehen, in welcher beschissenen Gegend er wohnt 😉

  4. Farmer says:

    Hui, so hab ich darüber noch gar nicht nachgedacht, dass das für ein Geschäft nen Verlust werden kann wenn man das nicht sehen kann… ist noch einmal ein ganz neuer und wie ich finde echt interessanter Aspekt für die ganze Diskussion

  5. Bartscher says:

    Ich finde die ganzen Diskussionen über Street View etwas übertrieben.
    Schließlich kann es einen viel neugieriger machen auf das was weg gepixelt wurde und man fährt da einfach mal hin und schaut sich das an.
    Die Auswirkungen kann man nicht komkret festhalten. Weil man auch nicht weiß wieviele jetzt wirklich vorher in Street View schauen.

  6. Vera says:

    Es ist so unlogisch – über Street View regen sich jetzt plötzlich alle auf. Aber mit dem normalen GoogleMaps hatte komischerweise niemand ein Problem! Beim StreetView sieht man doch wirklich nur das, was auch im Vorbeifachren sichtbar wäre. Bei GoogleMaps dagegen kann dir die Welt in den Garten gucken!