Im Oktober wollen Google und Yahoo! damit beginnen, Werbeanzeigen aus dem Google-Werbesystem auf einigen Seiten des Yahoo! Netzwerkes auszuliefern. Die US-Vereinigung nationaler Anzeigenagenturen hat das US-Justizministerium aufgefordert, den Deal zu unterbinden. Zwei weitere Gruppen haben ihre Bedenken gegenüber dem Justizminsiterium ausgedrückt und fordern eine Untersuchung. Das US-Justizministerium hat einen erfahrenen Antitrust Experten engagiert um den Fall zu untersuchen.
Es kommt nicht so häufig vor, dass das US-Justizministerium direkte Hilfe von aussen anfordert. Beobachter sehen das bereits als Zeichen, dass sich das US-Justizministerium in einem besonderen gerichtlichen Verfahren der Google-Yahoo! Vereinbarung widmen wird.
Die Association of National Advertisers, Inc (ANA) ist eine Vereinigung führender Werbetreibender in den USA. Gegenüber dem Justizministerium macht ANA geltend, dass Google und Yahoo! gemeinsam 90% des US-Suchmaschinenanzeigenmarktes beherrschen werden. Damit sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Wettbewerb verhindert wird, die Konzentration von Marktmacht zunimmt. Schliesslich würden die Wahlmöglichkeiten für Werbetreibende eingeschränkt und potentiell würden die Preise für qualitativ hochwertige Anzeigen steigen.
Speziell Google hat schon zu einem früheren Zeitpunkt Argumente formuliert, die den Behörden aufzeigen sollen, dass es mit der Vereinbarung nicht darum geht, die Marktmacht an sich zu ziehen. Yahoo! kann unabhängig von der Vereinbarung mit Partnern ähnliche Kooperationen eingehen, Die Preise würden aufgrund des Auktionssystems für Anzeigen nicht steigen und es würde kein Wettbewerber vom Spielfeld entfernt.
Siehe auch Beitrag:
Yahoo! und Google vereinbaren “10-jährigen” Werbedeal
Externe Verweise:
ANA Recommends Against Google-Yahoo Search Advertising Partnership in Letter to Department of Justice
New York Times:
U.S. May Be Preparing Antitrust Suit in Google-Yahoo Partnership