Inhaltliche Qualität und Ladezeit sind Bestandteil des Qualitätsfaktors für Google AdWords Zielseiten. Der Quailitätsfaktor wird zukünftig nicht mehr statisch berechnet sondern jeweils neu für jede Anfrage. Inaktive Keywords wird es nicht mehr geben. Das Mindestgebot wird durch ein Gebot für die erste Seite abgelöst.
Qualitätsfaktor zur Suchanfrage berechnen
Es soll eine höhere Genauigkeit für die Platzierung der Anzeigen erzielt werden. Es werden alle Faktoren berücksichtigt die genau zu diesem Zeitpunkt relevant sind. Die logische Schlussfolgerung lautet, Anzeigen mit hoher Relevanz erhalten eine höhere Chance vorne gelistet zu werden. Beispielsweise kann ein Keyword, das in mehreren Ländern geschaltet ist, regional unterschiedlich erfolgreich sein. Das gilt ebenso für das Anzeigennetzwerk, also die Gesamtheit aller Seiten die Google-Anzeigen ausliefern. Die Klicks auf die Anzeige können gezielter ausgewählt werden. Dadurch kann eine Anzeige, die in mehreren Ländern ausgeliefert wird, unterschiedliche Platzierungen erzielen.
Gebot für erste Seite löst Mindestgebot ab
Es wird geschätzt welcher Betrag notwendig wäre um die Anzeige auf der ersten Seiten zu schalten. Dafür werden die bereits vorhandenen Gebote und der Qualitätsfaktor berücksichtigt. Als Basis zur Berechnung dient die Einstellung “Genau passende Keywords”.
Im Inside AdSense Blog beruft man sich für diese Massnahme auf das Feedback der Nutzer. In meinen Augen ist das jedoch eine geschickte Erhöhung der Mindestgebote, speziell für Begriffe mit sehr vielen Bietern. Hier wird praktisch suggeriert, man müsse mindestens auf der ersten Seite vertreten sein um Klicks abzubekommen. Wer wirklich Anzeigen auf vorderen Plätzen sehen möchte, konnte das bereits tun. Die Schätzung des Preises erklärt, ob das Gebot ausreicht um unter den ersten drei Anzeigenplätzen zu landen. Zusätzlich zeigt sich nach wenigen Tagen in der Anzeigenstatistik welchen Platz die Anzeige durchschnittlich belegte.
Inaktive Keywords
Die Chancen für Keywords, die bisher als inaktiv eingestuft wurden, werden sicherlich kaum besser, dadurch dass der Status inaktiv gestrichen wird. Doch immerhin wird diesen Keyword-Anzeigen nicht die Chance geraubt, doch irgendwo im Anzeigennetzwerk als Anzeige zu erscheinen.
Die Bevormundung der Anzeigenkunden durch den Status “inaktiv” ist nicht notwendig, da Anzeigenkunden in ihren Statistiken sehr gut sehen können ob und wie häufig eine Anzeige eingeblendet und wie häufig geklickt wurde.
Die Veränderungen für Google AdWords werden zunächst mit einer sehr kleinen Gruppe von Werbetreibenden bzw. Agenturen ausprobiert. Es wird eine Information geben, sobald die Änderungen für alle Anzeigenkunden wirksam werden.
Siehe auch Beitrag:
Ladezeit für Google Adwords Landeseiten nun ein Qualitätsfaktor
Google Blog:
Quality Score Improvements