Microsft sammelt personenbezogene Gesundheitsdaten – Google will das auch

HealthVault heisst die Website, welche nach dem Willen von Microsoft sämtliche Krankheitsdaten sammeln soll, die zu einer Person, sogar einer ganzen Familie, erfassbar sind.

Ärzte und Krankenhäuser können z.B. Blutzuckerwerte, Röntgenbilder und EKG-Befunde senden. Nutzer können ihre Daten alle an einer zentralen Stelle verwalten. Nutzer sollen jedoch selbst entscheiden können, welche Daten gespeichert und wem sie zugänglich gemacht werden. Microsoft versichert Gesundheitsinformationen nicht für kommerzielle Zwecke zu nutzen, erwähnt jedoch Ausnahmen.

Ergänzend bietet HealthVault eine Suchmaschine zum Thema medizinischen Informationen. HealthVaut wird somit eine zentrale Anlaufstelle für Infos um die eigene Gesundheit.

Es muss jeder selbst entscheiden, welche Informationen er einem fremden Unternehmen zuspielt. Die Gefahr, dass unbefugte Personen auf die Daten zugreifen können, ist vorhanden. Vielleicht machen Arbeitgeber die Einstellung zukünftig von der Offenlegung der HealthVaut-Daten abhängig?… Das Thema steht derzeit in den USA. Wir haben in Deutschland die Elektronische Gesundheitskarte mit allen Problemen drumherum.

Microsoft kaufte vor einiger Zeit Medstore. HealthVault ist offenbar das Ergebnis dieser Akquisition.

HealthVault : Home

Google Health

Google will Anfang 2008 formell eine Gesundheitsinitiative ins Leben rufen. Auch Google will Patientendaten sammeln und die Versorgung mit medizinischen Informationen verstärken. Die Medizinbranche produziert jährlich umfangreiche Informationen. Es gehört zur Kernkompetenz von Google, zu verstehen, wie diese Datenmengen zu organisieren sind. Allein 2 Milliarden Röntgenaufnahmen würden jährlich produziert.
Google glaubt, die Arbeit von Ärzten unterstützen zu können. Ärzte haben immer weniger Zeit für Patienten. Deshalb ist es wichtig, dass Ärzte nicht viel Zeit mit der Suche nach Informationen über den Patienten verbringen müssen. Auf Google Maps soll ein Layer mit medizinischen Informationen eingerichtet werden. Es soll bereits einen Prototyp von Google Health geben.


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One response to “Microsft sammelt personenbezogene Gesundheitsdaten – Google will das auch”

  1. ema Avatar

    Es ist ja schon mal durch die Presse gegangen, dass man heute mit einer normalen Suche in Google mehr medizinische Informationen bekommt, als ein Arzt wissen kann, also eine Google-Suche fast sinnvoller ist als ein Arztbesuch, wäre das nur der logische nächste Schritt.
    Wie immer wäre halt wichtig, den Mißbrauch persönlicher Daten zu verhindern.