Seit dem 1. April 2004 konnte der Maildienst von Google nur nach vorheriger Einladung eines Gmail-Nutzers verwendet werden. Seit dem 5. Februar 2007 heisst es: “Jedermann in der Welt ist nun willkommen einen Gmail Account anzulegen”.
In 38 Sprachen steht die Nutzeroberfläche von Google Mail zur Verfügung. Die Startseite erscheint derzeit in englisch, die Sprache lässt sich per Auswahlmaske in der oberen rechten Ecke wählen.
Revolutionär war im April 2004 der Speicherplatz von 1 GB für jedes Google-Postfach. Viele Anbieter webbasierter E-Maildienste erweiterten später den Speicherplatz für E-Mails. Der Speicherplatz von Google Mail beträgt heute mehr als 2,8 GB und wächst weiter. Das ist sehr attraktiv. Nutzer von Google Mail nehmen in Kauf, zum Inhalt passende Werbung neben dem Text der E-Mail zu sehen. Werbung ist der Preis für die kostenlose Nutzung dieses Dienstes. E-Mails können per POP-Zugang mit gängigen E-Mail Programmen auf dem eigenen Computer verwaltet werden. Google Mail kann auch auf modernen (Java-basierten) Handys genutzt werden. Empfang und Versand von E-Mails sind nicht an die Google-Mail Adresse gebunden.
Die Google Büro-Software “Text & Tabellen” steht jetzt ebenfalls mit deutschsprachiger Oberfläche zur Nutzung bereit. Insgesamt 12 Sprachen werden ab sofort bedient.
Google selbst spricht nicht von einer Büro-Software. Es wird jedoch immer deutlicher, dass alle gängigen Programme, die für den Büro-Alltag genutzt werden, in das Angebot von Google integriert werden. Textverarbeitung und Tabellenkalkulation gibt es bereits. Google-Kalender und E-Mail Programm ergänzen das Angebot.
Es gibt Hinweise auf ein Präsentationsprogramm mit dem Namen “Presently”. Offenbar angelehnt an den Namen der Textverarbeitung “Writely”. Von Google gibt es derzeit keine offizielle Bestätigung aber auch keinen Widerspruch. Nach bisherigen Erfahrungen ist es sehr wahrscheinlich, dass noch in diesem Jahr eine entsprechende Anwendung von Google bereitgestellt wird.
Comments
2 responses to “Google – Mail und mehr”
warum bietet das unternehmen Google den user 2,8 GB postfächer kostenlos an?
was haben die davon?
inwiefern machen sie damit profit von dem ausmaß, dass sie millionen menschen tausende terrabyte (wenn das überhaupt reicht) online-speicherplatz zur verfügung stellen?
hat jemand darauf eine schlüssige antwort?
@Leon:
> warum bietet das unternehmen Google den user 2,8 GB postfächer kostenlos an?
> was haben die davon?
Die Mails der User werden (automatisch) gescannt. Schaut sich der User mit dem Web-Interface seine Mails ein, werden ihm “dazu passende” Werbemeldungen angezeigt. Dafür zahlen die Werbetreibenden.
> inwiefern machen sie damit profit von dem ausmaß, dass sie millionen menschen tausende terrabyte (wenn das überhaupt reicht) online-speicherplatz zur verfügung stellen?
a) Bei dem Speicher, den Google eh schon für seine eigenen, andere Zwecke bereithält, macht diese zusätzliche Bedarf nur Promillewerte aus.
b) Solche zusätzlichen Terrabyte kosten (nur) einige Tausend $. Das fällt nicht ins Gewicht.
c) Wenn alle User ihren Mail-User ihren Platz ausschöpfen würden, könnte es für Google aber vielleicht schon ein Problem werden. Das tun aber nur die wenigsten. Und sollten zufälligerweise urplötzlich morgen doch ganz viele User ihren Platz auszuschöpfen versuchen, gibt’s eben eine Fehlermeldung, Ende im Gelände. Einen durchsetzbaren Anspruch auf den potenziellen Platz hat der User ja nicht (logisch).