Zunächst scheint eine dreiviertel Million in Dollar ein Batzen Geld. Doch dieser Batzen soll verteilt werden. Die zu erfüllenden Voraussetzungen schränken den Kreis der Begünstigten wesentlich ein.
Personen die das System von Yahoo! Search Marketing (ehemals Overture) im Zeitraum zwischen dem 1.Oktober 2004 und dem 1. Juni 2005 genutzt haben, sollen die Möglichkeit erhalten, Anteile der in diesem Zeitraum gezahlten Beträge erstattet zu bekommen. Eine Auszahlung ist jedoch nicht geplant, lediglich eine Anrechnung für zukünftige Anzeigenschaltungen.
Die Firma Online Merchant Systems, Inc. (OMS) reichte am 1 Juli 2005 eine Klage gegen Overture bzw. Yahoo! vor dem Bezirksgericht Kalifornien ein. Grund der Klage: Nutzer des Anzeigensystems, das im Bieterverfahren arbeitet, können die Einblendung ihrer Anzeigen per Tagesbudget bestimmen. Wurde das Tagesbuget erreicht, sollten keine Anzeigen eingeblendet werden. OMS beklagt jedoch, dass weiterhin das Höchstgebot des Nutzers angezeigt wurde, obwohl der Kunde an diesem Tag gar nicht mehr im Bieterkreis war. Das bedeutet, andere Bieter mussten diesen Betrag überbieten, obwohl er zeitweise nicht mehr im System wirksam war. Bieter haben deshalb mehr bezahlt, als notwendig gewesen wäre, da sie für diesen Zeitraum ihr Gebot hätten senken können.
Nutzer von Yahoo! Search Marketing (ehemals Overture) bekamen bzw, bekommen eine E-Mail mit dem Betreff: “Notice of Class Action Settlement (OMS v. Yahoo!)”
Darin wird auf die Website http://www.omsbudgetingsettlement.com verwiesen.
Mit den in der Mail übermittelten Zugangsdaten können sich die Mail-Empfänger dort anmelden und werden mit ihren persönlichen Daten aus dem Account des Yahoo! Search Marketing konfrontiert.
Ansprüche müssen bis zum 14. Oktober geltend gemacht werden. Eine endgültige Bestätigung der Vereinbarung wird zum 23. Oktober erwartet. Die Verteilung des Geldes wird nicht vor dem 7.Dezember erwartet. Barauszahlungen wird es nicht geben, nur Gutschriften auf Konten von Yahoo! Search Marketing.