Software im Webbrowser

Der eigene Computer mit dem Webbrowser ist nur noch Bedienelement. Die Software und alle mit der Anwendung erzeugten Dateien liegen auf den Servern des Anbieters, in diesem Fall Google. Für diese Vision hat Google bereits einen Strauss von Büroanwendungen veröffentlicht.

So richtig interessant wird es für Google wohl, wenn Firmen diese Angebote wahrnehmen. Firmen benötigen ein möglichst konsistentes Set an Softwarelösungen.
Zu diesem Zweck hat Google nun ein erstes Paket unter dem Namen “Google Apps for your Domain” geschnürt. Genaugenommen ist es nur eine Zusammenfassung bisher bereits veröffentlichter Software. Enthalten sind Gmail (E-Mail), Google Talk (Messenger), Google Calendar (Organzier) und Google Page Creator (Tool zum publizieren von einfachen Webseiten).

Das Schreibprogramm “Writely” und die Tabellenkalkulation “Google Spreadsheet” sind Kandidaten, um zu einem späteren Zeitpunkt das Paket zu ergänzen.

Software als Service zu nutzen, bedeutet für Firmen wesentlich weniger Aufwand. Die Verteilung der Software im Firmennetz, Updates und Upgrades sind nicht mehr notwendig. Eine verlockende Aussicht, nicht nur für kleine und mittlere Firmen. Google möchte diesen Service zur Plattform ausbauen und später auch grösseren Firmen anbieten. Gleichzeitig beteuert Dave Girouard, Leiter der Firmen-Software Abteilung in einer Reuters-Mitteilung, Google bietet mit dieser Plattform keine Alternative zu Microsoft-Windows. Es gehe nicht darum andere Anwendungen zur Strecke zu bringen. Google will neue Wege gehen, um Problemlösungen zu bieten, die bereits seit Jahren erwartet werden.

Die Teilnahme an der Beta-Phase von “Google Apps for Domains” ist kostenlos und soll es über das Ende der Beta-Phase für Firmen und Organisationen bleiben, die als Beta-Nutzer akzeptiert wurden.

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