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Biveroo & Co.

(08.08.2003) Viele kleine Suchmaschinen fluten den Index einer grossen Suchmaschine. Das ist professioneller Suchmaschinen-Spam.

Eine ganze Armada sogenannter Suchmaschinen macht sich schmarotzend im Index der Suchmaschine Google breit. Sie tragen Namen wie Biveroo, Dudoo, Booty-E, Gigoo, Zezoo, Doyitoo, Boboo, Jodoo, Datoo, Jooji usw.

Die Armada profitiert davon, dass Google dynamische Webseiten indexiert. Dynamische Webseiten werden erst zum Zeitpunkt ihres Aufrufes erstellt. Ein typisches Beispiel für dynamisch erstellte Webseiten sind die Ergebnislisten von Suchmaschinen. Sie werden erst nach einer Anfrage zusammengestellt.

Es gibt jedoch sehr viele weitere Webseiten, die dynamisch erzeugt werden. Etwa, weil Sie aus einer Datenbank kommen oder mit einem Content Management System erstellt wurden. Diesen Seiten, mit teilweise sehr hochwertigen Inhalten, möchte Google weitmöglichst entgegenkommen und indexiert dynamische Webseiten. Leider kann diese Möglichkeit, wie hier beschrieben, missbraucht werden. Es ist sicher nicht im Sinne einer Suchmaschine wie Google, die weniger relevanten Ergebnisse anderer Möchtegern-Suchmaschinen zu präsentieren.

Genau das passiert jedoch durch die Flutung des Google-Index mit Ergebnisseiten von Biveroo & Co. Nach meinen Erkenntnissen ist Biveroo mehr als 220 mal geklont. Das heisst, die übrigen Websites der oben erwähnten Armada bringen bei gleicher Anfrage jeweils identische Suchergebnisse.

Google kennt allein von bivero.de 96 000 "Seiten", die nichts anderes sind, als Ergebnisseiten von Biveroo. Beziehen wir nun diese Seitenanzahl auf alle anderen 220 Seiten der Armada kommen wir auf die stattliche Zahl von 21 Millionen Webseiten die den Google-Index belasten. Wohlgemerkt, alles nur Ergebnisseiten, ohne wirklichen Inhalten. Google Nutzer werden in 21 Millionen Fällen lediglich auf eine weitere Ergebnisseite mit geringerer Relevanz weitergeleitet.

Solange Google es technisch hinnehmen kann, dass diese riesige Seitenzahl im Index enthalten ist, obwohl sie keine relevanten Inhalte bietet, mag es die Nutzer noch nicht interessieren. Immer häufiger jedoch sind diese Ergebnisseiten auf vorderen Plätzen der Suchmaschine Google zu finden.

Wie kommen Ergebnisseiten in den Index von Google?

Google nimmt zwar dynamische Seiten auf, doch Googlebot füllt keine Suchschlitze mit Suchanfragen. Also wird Googlebot gefüttert.
Jede Anfrage an diese Suchseiten wird automatisch in einer Datenbank gespeichert.
Aus dieser Datenbank werden die angeblich letzten 10 Anfragen auf den Startseiten von www.jojji.de oder www.newene.de und anderen Seiten dieses Netzwerkes eingeblendet. Tatsächlich wird jedoch bei jedem neuen Seitenaufruf einer neuer Satz Anfragen eingeblendet.

Das hat zunächst den Effekt, dass Googlebot diese Seite als aktualisert erkennt und diese bald wieder besucht. Vermutlich sogar mehrmals täglich. Er saugt dabei begierig alle Links auf, die er auf den Startseiten findet und sieht auch die verlinkten Seiten als relevant an. Die verlinkten Seiten sind jedoch die Ergebnisseiten von Biveroo & Co., die dann im Google-Index erscheinen.

Im Klartext bedeutet es, je mehr Anfragen über diese Suchhilfen gestartet werden, je mehr Futter gibt es für Googlebot. Ohne weiteres Zutun des Betreibers wächst so der Bestand der Seiten, die den Google-Index zumüllen. Besucher werden lediglich auf andere Seiten geschleust, die immer noch kein Ergebnis liefern.

Betreiber aller dieser Websites ist Matthias Poller. Im April 2000 wurde ein Matthias Poller, in einer Pressemitteilung der Drillisch AG als Geschäftsführer der Suchmaschine Acoon erwähnt.

Eine kleine Auswahl der, von Matthias Poller und seiner SMMP Software GbR betriebenen Websites:

www.toduu.de, www.bivero.de, www.dujedu.de, www.vanova.de, www.lusolu.de, www.wwweasel.de, www.dudoo.de, www.verove.de, www.looji.de, www.wawuwa.de, www.goxogo.de, www.nexane.de, www.jomijo.de, www.jodoo.de, www.ygoog.de, www.diyadi.de, www.ekyps.de, www.dapada.de, www.zunizu.de www.booty-e.de, www. gigoo.de, www.zezoo.de, www.doyitoo.de, www.boboo.de, www.jodoo.de, www.datoo.de, www.jooji.de usw.


Sie werden sich fragen ob sich das rechnet? Die Frage kann ich natürlich nicht beantworten. Doch bei 21 Millionen Seiten genügt es, dass ein ganz geringer Prozentsatz beachtet wird. Die vorderen Plätze des Ranking sind als Sposored Links von Overture gekennzeichnet. Für jeden Klick auf einen dieser Sponsored Links kassiert Matthias Poller. Egal auf welcher seiner 220+ Suchseiten das passiert.





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08.08.2003


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