Die Pay-for-Performance Suchmaschine Overture (ehemals GoTo) beginnt Ihr Debüt
in Deutschland mit T-Online.
Am Mittwoch dem 05.12.2001 unterschrieben Overture Services Inc. und T-Online
International AG einen Drei-Jahres Vertrag, der sicherstellt, dass die bezahlten
Ergebnisse von Overture deutsche, österreichische und schweizer Nutzer des
T-Online Portal erreichen.
Alle Suchvorgänge auf dem T-Online Portal werden von einem kompletten Satz
bezahlter deutschsprachiger Einträge begleitet, der jeweils zum Suchbegriff
passend eingeblendet wird.In der Regel werden die bezahlten Listings von Overture
vor den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt.
T-Online hat erst vor wenigen Wochen seine Anteile an der "hauseigenen"
Suchmaschine Infoseek zurückgezogen und dieser damit den Todesstoss versetzt.
Seit November liefert der norwegische Suchmaschinenspezialist FAST, welcher auch
die Suchmaschine AllTheWeb betreibt, die Ergebnisse der T-Online Suche.
Für Overture ist diese Vereinbarung ein schneller Erfolg in Deutschland.
Seit November gibt es eine deutsche Niederlassung in München.
Geschäftsführer ist Manfred Klaus, der vormals im Vorstand der Focus-Digital
AG für Marketing und Verkauf zuständig war.
Firmen können bezahlte Listing direkt bei Overture buchen. Eine schnell erschaffene
deutschsprachige Webseite dient vorerst als Ansprechstelle für Firmen, die
mit bezahlten Listings über Overture und deren Partner präsent sein
möchten.
Auf der Internetmarketingconference
2001 in Berlin wurde die Eröffnung einer Overture-Niederlassung für
Februar 2001 in Aussicht gestellt. Mit der Option eines früheren Termines,
bei Abschluss entsprechender Verträge.
Mit T-Online hat Overture einen sehr lukrativen Partner im deutschsprachigen Raum
bekommen.
T-Online verfügt derzeit nach eigenen Angaben über 10 Mill. zahlende
Nutzer in 5 Ländern.
Overture ist im englischsprachigen Markt sehr erfolgreich. Webseiten wie AOL,
MSN und Yahoo! blenden bezahlte Listings von Overture ein.
Rund 49 000 Overture-Kunden bieten für die Platzierung in Overture und deren
Partner.
Kennzeichnung ist Pflicht
T-Online versichert, dass die Ergebnisse von Overture eindeutig gekennzeichnet
werden.
Besonders umstritten ist die mangelhafte Kennzeichnung bezahlter Listings auf
den englischsprachigen Seiten von Suchdiensten welche Ergebnisse von Overture
und anderen Pay-per-click Suchmaschinen einblenden. Die US-amerikanische Gruppe
Comercial Alerts hat sich entschieden gegen unzureichende
Kennzeichnung augesprochen. In Deutschland ist es Pflicht, Werbung eindeutig
zu kennzeichnen.
Der Markt wird enger
Overture ist auf dem deutschsprachigen Markt nicht die einzige Firma, um mit
dem Pay-per-click Modell den Suchmaschinenmarkt zu erobern.
Bereits seit mehr als einem Jahr ist die Pay-per-click Suchmaschine
Qualigo auf dem deutschsprachigen Markt vertreten. Neben den Besuchern von
Qualigo erhalten Nutzer von Meta-Suchdiensten wie MetaGer, Averdo, Nettz.de und
Apollo7 deren bezahlten Listings.
Aus Grossbritannien kommt die Pay-per-click Suchmaschine
Espotting. Deren Ergebnisse sollten bereits seit dem 1. Dezember auf den deutschprachigen
Suchdiensten Lycos, HotBot und Fireball zu sehen sein. Schwierigkeiten bei der
technischen Implementierung des Espotting-Systems verzögern den Start um
einige Tage.
Das @-web Verzeichnis der wichtigsten Suchmaschinen mit URL zum Anmelden neuer
Webseiten.
Webverzeichnisse und Metasucher: Suchmaschinenverzeichnis
06.12.2001
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