(28.01.2003) Zensoogle ist ein Protest gegen Suchmaschinenzensur, eine
Karikatur der Suchmaschine Google.
Die "Gesellschaft für Realitätsdesign" ist nicht einverstanden
mit der Praxis, dass Suchmaschinen ausgewählte Webseiten aus dem Index entfernen.
Das wird als Zensur angesehen. Der Anfang vom Ende, da nicht absehbar ist, was
denn noch alles gesperrt wird.
Zensoogle
Die Besucher finden eine Webseite vor, die äusserlich
grosse Ähnlichkeit mit der Suchmaschine Google aufweist.
Angespielt wird auch auf die gerichtlich verfügte Sperrung von Webseiten
der Landesregierung Nordrhein-Westfalen unter Regierungspräsident Büssow.
Deshalb wurde der Auswahl-Button "Seiten aus dem Reg. Bez. Düsseldorf"
hinzugefügt.
Egal welche Suchanfrage gestartet wird, erscheint eine Weiterleitungsseite, die
darauf hinweist, dass das Suchwort für schlimm bewertet wurde und durch den
Begriff "Google zensiert" ersetzt wird.
In rund 1200 Resultaten können Sie sich dann informieren, welche Beiträge
zu diesem Suchbegriff veröffentlicht wurden.
Gegenüber heise.de
äusserte sich Michael Peter Schmidt von der Gesellschaft für Realitätsdesign:
"Zensoogle ist entstanden, weil wir uns tödlich darüber geärgert
haben, dass alle, die aus Deutschland heraus google.com aufrufen, auf google.de
zwangsumgeleitet werden."
Er kritisiert "die Geheimniskrämerei von jugendschutz.net in Zusammenarbeit
mit deutschen Suchdienstanbietern und der Bertelsmann-Stiftung über die gemeinsame
Erstellung und Pflege einer Ausschlussliste".
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Zensoogle nicht sehr lange aufrecht erhalten
wird. Dann werden Sie über den nachfolgenden Link Zensoogle nicht mehr erreichen.
Das @-web Verzeichnis der wichtigsten Suchmaschinen mit URL zum Anmelden neuer
Webseiten.
Webverzeichnisse und Metasucher: Suchmaschinenverzeichnis
28.01.2003
Letzte Änderung: 09.06.2004
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