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Suchmaschine Google sperrt deutsche Nutzer


Suchmaschinen mögen es nicht, wenn automatische Abfrageprogramme verwendet werden, um beispielsweise das aktuelle Ranking zu ermitteln.

Besonders empfindlich ist die Suchmaschine Google. Da automatische Abfrageprogramme die Leistungsfähigkeit der Suchmaschinen erheblich beiträchtigen können, steht in den Informationen für Webmaster (Dos and Don'ts), was Google ausdrücklich nicht wünscht:
"Send automated queries to Google in an attempt to monitor your site's ranking", also automatische Abfragen der Suchergebnisse.

Ein Problem das alle Suchmaschinen gleichermassen betrifft. Die Suchmaschine Google dürfte wegen ihrer hohen Bedeutung
besonders häufig und intensiv betroffen sein. Da hilft nur konsequentes Vorgehen gegen Regelverstösse.

Im April 2002 wurde bekannt, dass mehr als 100 Nutzer des US-amerikanischen Internetprovider Comcast zeitweilig der Zugriff auf die Suchmaschine Google verwehrt wurde. Google sperrte bewusst auch unschuldige Teilnehmer, da einzelne Personen nicht identifiziert werden können.


Wie Heise Online am Samstag den 27.07.2002 meldete, sind nun in Deutschland Nutzer betroffen, die sich über die Internet-Zugangsprovider T-Online und 1x1 per DSL einwählen. Statt einer Ergebnisanzeige sahen zahlreiche Nutzer einen englischsprachigen Text, der erläutert, dass der Zugriff verweigert wird und die Sperrung auf einer missbräuchlichen Nutzung eines automatischen Abfrageprogrammes beruht. Google räumt ein, dass man als gesperrter Nutzer keineswegs Verursacher sein müsste, sondern vielmehr zu den unschuldigen Opfern des schlechten Verhalten irgendwelcher anderer Nutzer gehöre.

Google ist nicht in der Lage, die Nutzer als Person auszumachen und sperrt deshalb über IP-Nummer eine ganze Nutzer-Gruppe. Die Zugangsprovider T-Online und 1x1 wurden informiert. Nur diese sind tatsächlich in der Lage, anhand der genauen IP-Adresse und der Uhrzeit, festzustellen, von welchem Telefonanschluss die Verletzungen der Google-Nutzungsbedingungen ausgingen.

Da für den Internet-Zugang in der Regel IP-Nummern dynamisch vergeben werden, erhalten die meisten Nutzer der Zugangsdienste eine zeitweilige IP-Nummer, die sich für jede Neueinwahl ändert. Deshalb ist es Google nicht möglich, nur eine einzige IP-Adresse zielgerichtet zu sperren, stattdessen ist gemäss Heise-Bericht ein ganzer Nummern-Block betroffen.

Es ist fraglich ob die eigentlichen Verursacher tatsächlich dauerhaft mit dieser Massnahme erreicht werden. Die sehr grosse Anbieterpalette für Internetzugänge macht es Kunden leicht, schnell zu einem anderen Anbieter zu wechseln, selbst wenn sie tatsächlich eine Zugangssperre des jetzigen Provider erhalten würden.

So bleibt die Aktion eher ein moralischer Wink. Die Sperrung per "Schrotflinte" dürfte jedoch dafür sorgen, dass sich herumspricht, was bei Missachtung der Google-Nutzungsordnung passieren kann.

Da es zahlreiche Software zu kaufen gibt, welche eine automatische Abfrage ermöglichen, liegt die Schwelle zum Gebrauch dieser, für Suchmaschinen missliebigen, Software sehr niedrig. Webmaster möchten gerne wissen ob ihre Seiten in Suchmaschinen gut gefunden werden. Schön wenn diese mitunter mühselige Arbeit automatisiert werden kann. Kaum vorstellbar, dass solch ein Programm, wenn es lediglich 10 oder 20 Suchbegriffe abfragt, ernsthafte Probleme bereitet. Werden hunderte oder tausende Begriffe intensiv abgefragt, wird das sicher problematisch für die Suchmaschinen.


Generell sollte man die Wünsche der Suchmaschinenbetreiber berücksichtigen, damit sie uns auch in Zukunft in gewohnter Qualität mit Resultaten versorgen können.


Verweise:

Google Information for Webmaster (englisch): Dos and Don'ts
Beiträge:
Heise zur Sperrung T-Online und 1x1 Nutzer (deutsch): Sippenhaft für DSL-Nutzer
CNET zur Sperrung Comcast Nutzer (englisch): Google protects its search results
Google Chef Eric Schmidt in einem Interview mit der PC-Welt unter anderem zu Google's Überlastungs-Problemen (englisch): Three Minutes With Google's Eric Schmidt



Beiträge zur Suchmaschine Google:
Beschreibung Funktionen der Suchmaschine
Google-deutsch Erklärung zu deutschsprachigem Interface und Ranking
Google News Nachrichtensuche mit Google
Froogle Shop-Suchmaschine
Newsgroup Das Newsgroup-Archiv (ehemals Deja)
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Werbung mit Google
Adwords Select Werbung im Bieterverfahren (pay-per-click)
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29.07.2002


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