Suchmaschine Google - Zensur oder Copyright Schutz ?
Die Betreiber der Suchmaschine Google beugten sich den Forderung der Scientology-Sekte
und entfernten Webseiten von Scientology-Gegnern.
Suchmaschinen sind nicht frei darin, das gesamte Internet zu indexieren. Es gibt
Webseiten die aus ethischen und moralischen Gründen nicht in den Ergebnislisten
von Suchmaschinen erscheinen sollen. Bei Themen wie Terror, Extremismus, Gewalt,
Pornografie herrscht offiziell ein weitgehender gesellschaftlicher Konsens, der
es den Suchmaschinenbetreibern mehr oder weniger gut erlaubt, zum Wohle der Menschheit
zu handeln, bestimmte Inhalte zu filtern.
Wesentlich schwieriger wird es wenn Terror, Extremimus, Gewalt nicht offen propagiert
werden, aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit um so schärfer stattfinden.
Viele Menschen die in die Fänge von Scientology geraten sind schon nach wenigen
Besuchen durch exellent ausgeklügelte Systeme der Gehirnwäsche, sogenannten
Audits und Persönlichkeitstest, gefügig gemacht. Selbst hochgebildete
Menschen haben kaum eine Chance diesem System zu entkommen, wenn sie sich erst
einmal darauf eingelassen haben. Sie werden mit ihrem gesamten Vermögen in
den Apparat der Scientologen assimiliert, oftmals psychologisch und physisch völlig
abgespalten von Familie und bisherigen Angehörigen. Scientologie unterwandert
gesellschaftliche Systeme indem seine Mitglieder versuchen hochrangige Posten
in Politik und Wirtschaft zu erlangen.
Nicht grundlos beschäftigt sich in Deutschland der Verfassungsschutz mit
dieser Organisation, die den Bestand der Demokratie bedroht, versucht diese psychologisch
und wirtschaftlich zu unterwandern. Leider hat Scientologie nicht nur in den USA
den Status einer Kirche und geniesst damit weitreichende Verfassungsrechte.
Operation Clambake
Eine englischsprachige Website die sich kritisch mit den Machenschaften von
Scientology auseinandersetzt heisst Operation Clambake. Da sie in letzter Zeit
bei Google auf der ersten Ergebnisseite zum Begriff "Scietology" gefunden
wurde, drang die Sekte darauf, dass Google diese Seiten aus dem Index entfernen
müsste, da die auf Operation Clambake benutzten Zitate angeblich Copyrightverletzungen
darstellten und deshalb gegen den Digital Millenium Copyright Act (DMCA) verstossen.
Google bestätige in einer E-Mail,
dass man gezwungen wäre, diverse Seiten der Operation Clambake sowie Webseiten
von Clambake.org aus dem
Index zu entfernen. Google bemerkt: "Würden wir das nicht tun, könnten
wir wegen Copyright-Verletzung angeklagt werden."
Voreilender Gehorsam ?
Wird Google sich nun jeder Forderung beugen, die auf die Verletzung von Copyright-Bestimmungen
verweist? Voreilender Gehorsam? Wird sich Google also undemokratischen Organisationen
unterwerfen? Am 21.02.2002 war die Site der Operation Clambake nicht im Google
-Index zu finden, wie zahlreiche Beobachter im Internet berichteten. Der Eintrag
im Open Directory hingegen blieb bestehen.
Die Startseite von Operation Clambake ziert nun ein Hinweis: "This Site is
censored by Google.com".
Operation Clambake ist nicht allein!!
Heute am 22.03.2002 ist die Seite Operation Clambake wieder zurück, auf
der 1. Ergebnisseite, auf Platz 4. Zusätzlich haben sich bereits Symphatisanten
gefunden, die über das Google Adwords-Programm zwei Anzeigen für Operation
Clambake schalteten (rechte Seite der Ergebnisliste, farbig hervorgehoben).
Andreas Heldal Lund, Betreiber von Operation Clambake kann sich diese positve
Entwicklung noch nicht erklären, einen gewisser Stolz kann er nicht verleugnen.
Aufklärung über des Wesen von Scientology ist notwendig. Überall
auf dieser Welt. Deshalb benötigen alle Quellen, die sich kritisch mit Scientology
auseinandersetzen die breite Unterstützung der Bevölkerung.
Anwendungen mit der Google Suchfunktion
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Weitere Google-Beiträge:
Das @-web Verzeichnis der wichtigsten Suchmaschinen mit URL zum Anmelden neuer
Webseiten.
Webverzeichnisse und Metasucher: Suchmaschinenverzeichnis
22.03.2002
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