Platzierungen in Suchmaschinen werden nicht immer mit legalen Mitteln erreicht.
Wie Craig Silverstein, Chief Technology Officer bei Google darüber denkt,
hat er in einem Interview mit der Webpublikation ibizInterviews.com
verraten.
Nachfolgend erfahren Sie die wichtigsten Hinweise von Craig Silverstein. Wie Sie
gute Platzierungen in der Suchmaschine erreichen können und was Sie besser
vermeiden.
Kriterien die zum Ausschluss vom Google-Index führen
Die sichtbaren Inhalte einer Webseite müssen genau das sein, was die Suchmaschine
zu sehen bekommt. Jeder Versuch, dieses Richtlinie zu umgehen, gerät in die
Gefahr, vom Index verbannt zu werden.
Die grösste Unverschämtheit ist für Craig Silverstein das Cloaking.
Beim Cloaking wird erkannt, ob die Seite von einer Suchmaschine oder einem normalen
Besucher besucht wird. Dementsprechend werden spezielle Inhalte geliefert.
Obwohl es nicht nur ablehnende Argumente zum Cloaking gibt, Cloaking geht gegen
das Prinzip von Google. Die Suchmaschine möchte genau das liefern, was die
Suchenden in der Ergebnisliste finden.
Vom Ausschluss sind auch Seiten bedroht, die Text in der gleichen Farbe wie der
Seitenhintergrund verwenden oder sehr kleinen Text.
Craig Silverstein verrät nicht genau welche Techniken benutzt werden, um
Betrugsversuche zu erkennen und zu verhindern. Er versichert jedoch, dass es bei
Google sehr viel schwieriger ist zu betrügen als bei anderen Suchmaschinen.
Dazu tragen die PageRank-Technologie und die Bedeutung der vorhandenen Links von
anderen Webseiten bei.
Website-Besitzer müssen Google von Ihrer Wichtigkeit überzeugen. Nicht
nur, dass der Seiteninhalt relevant ist, auch die Bedeutung für andere Websites
ist entscheidend.
Hinweise, wie die Platzierung verbessert werden kann
Zunächst entwerfen Sie eine Website, die genau Ihre beabsichtigten Inhalte
wiedergibt. Der Text der Website soll genau den Service beschreiben, den Sie bieten.
Dann sollten Sie dafür sorgen, dass Websites die
zu Ihnen verlinken würden, auch wirklich verlinken.
Wenn Sie beispielsweise eine Website betreiben, die Büromaterialien anbietet,
sorgen Sie dafür, dass alle bisherigen, zufriedenen Kunden auf Ihre Site
verlinken. Dafür müssen Sie kein Geld ausgeben.
Schreiben Sie die Sitesbetreiber an und weisen auf Ihr Angebot hin. Erklären
Sie, dass der Inhalt Ihrer Website für die Leser dieser Site interessant
sein könnte und fragen den Sitebetreiber ob er vielleicht einen Link zu Ihrer
Website setzen möchte.
Ist Ihr Service nützlich, werden die Angeschriebenen froh sein, einen Link
auf eine Site mit hochwertigem Inhalt setzen zu können.
Das ist genau was Google möchte, die Beurteilung einer Website von fachlich
gleichgestellten Sites.
Eine Autosite sollte also Links von anderen Autosites enthalten, eine Reisesite
Links von anderen Reisesites, u.s.w.
Wer gute Inhalte bietet, hat keine Schwierigkeiten eine gute Platzierung zu erreichen.
Viele Sitebetreiber haben aber keine gute Platzierung und denken, sie müssten
erst eine gute Platzierung bekommen, um dann durch die Vielzahl der Besucher eine
Community aufbauen. Für Google bedeutet das aber, den Karren vor das Pferd
zu spannen.
Google geht davon aus, dass eine gute Platzierung nicht bei einer Suchmaschine
beginnt.
Die Suchmaschine allein kann nicht entscheiden, ob eine Site gut ist und damit
eine gute Position verdient hat. Google verlässt sich auf die menschliche
Urteilskraft anderer Sitebetreiber.
Die eigene Site können Sie in Newsgroups, Foren und Chatrooms bekannt machen.
Dort können Sie verkünden, dass Sie ein interessantes Produkt oder Service
zu bieten haben. Die gute Platzierung folgt dann.
Verbesserung der internationalen Suchtechnologie:
Google ist ausserhalb der USA in 26 Sprachen verfügbar. Weitere Interfaces
sollen mit Hilfe Freiwilliger aufgebaut werden. Wer möchte, kann einen Teil
oder das komplette Interface einschliesslich Hilfeseiten in eine Sprache die er(sie)
beherrscht, übersetzen.
Die Internationalisierung bedeutet einen sehr starken Anstieg der Zugriffe auf
Google. Als Herr über die Google-Technik sieht Crag Silverstein die Problematik
der Hardware als grosse Herausforderung. Sie muss mit der steigenden Popularität
und damit den steigenden Zugriffszahlen, und dem wachsenden Index schritt halten.
Google erhält grosse Zugriffspitzen (Anzahl der Zugriffe) die viel Traffic
verursachen, sich aber schwer vorhersagen lassen.
Die Zukunft der Suchmaschinen
Craig Silverstein sieht eine zwingende Notwendigkeit, das Verständnis
der natürlichen Sprache durch Suchmaschinen zu verbessern.
Die Suchmaschinen sollten zukünftig so gut werden wie die Computer in Star
Trek, mit denen man sprechen kann und die Fragen ihrer Benutzer verstehen.
Sie finden nicht nur die Antworten, sondern vermitteln das Wichtigste daraus mit
einer angenehmen Stimme.
Das wird irgendwann in der Zukunft geschehen und es wird die Suche revolutionieren.