Während die ICANN vor der Entscheidung für neue Domain-Namen steht,
verfolgt RealNames ein weltweites Konkurrenzsystem und die Berliner Firma Virtualley
startet mit einem ganz eigenen Konzept.
ICANN
ICANN ist die Kontroll-Institution für die Vergabe von Domainnamen.
Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN)
Die ICANN ist bekannter geworden, seit mit Nominierung und Wahl von Andy Müller-Maguhn
(Pressesprecher des Chaos Computer
Club) ein deutscher Vertreter in dieser ehrenamtlichen Institution mitbestimmen
darf.
Derzeit werden dort 40 Anträge für neue TOP-Level Domains geprüft.
TOP-Level Domains sind neben den generischen Domains:
.com,(kommerziell) .net (Netzwerk), .org (Organisationen), .gov (Verwaltung),
.mil (Militär), .edu (Bildung)
vor allem Länderkürzel wie .de, .at, .fr,...
Um die bestehende Knappheit der Domain-Namen zu entschärfen, wird die ICANN
weitere Domains wie .biz, .info, .name, .pro, .museum .aero und .coop zulassen.
Welcher Effekt für den normalen Nutzer dabei herauskommt bleibt abzuwarten.
Vermutlich werden Firmen in weiteren TOP-Level Domains ihren Namen sichern.
REAL NAMES
Gerade zu diesem Zeitpunkt kommt Real-Names mit einem eigenen Vorstoss zur
Vergabe von Domainnamen.
Das Real-Names System beruht darauf, dass nur ein kurzer prägnanter Name
in den Browser eingegeben wird um die Webseite einer Firma oder Marke aufzurufen.
Das funktioniert derzeit mit dem Internet-Explorer, der Netscape Browser benötigt
dafür ein zusätzliches Plug-In.
Tippen Sie beispielsweise Automarken wie BMW, Audi oder Mercedes ein werden Sie
direkt auf die Homepage der Hersteller geleitet.
Diese System soll nun erweitert werden. Durch die zusätzliche Einführung
einer globalen und einer länderspezifischen Ebene soll weltweit die Eingabe
umständlicher Domainnamen überflüssig werden.
Dass sich Real Names durchsetzt ist keineswegs gewiss. Die Preise von 100$ pro
Jahr und Suchbegriff sind nur für Firmen machbar, Privatpersonen werden vor
diesem Aufwand eher zurückschrecken.
Mehr Infos zu RealNames
Virtualley
Genau am Bedarf für Privatpersonen setzt die Berliner Firma Virtualley
an.
Dort können Sie ausgefallene Domainnamen buchen. Etwa
Herzlichen.Glueckwunsch
oder
Frohe.Weihnachten
Diese Namen sind normalerweise richtig echte Domainnamen mit der Endung .ms. Die
steht keineswegs für Microsoft sondern die britische Kron-Kolonie Montserrat
in der Karibik.
Mit einem Plug-In für den Browser erfolgt die Umwandlung so dass man nicht
mehr www.herzlichen.glueckwunsch.ms eingeben muss.
Das System basiert auf den bisher 24 000 von Virtualley reservierten Domain-Namen
der Vulkaninsel Montserrat, die beliebig mit Subdomain-Namen ergänzt werden,
um so ganze Sätze zu formulieren.
Besonders für kurzzeitige Events sollen diese speziellen Domainnamen kurz
inomics genannt, interessant sein. ein inomic zu mieten kostet für 1 Jahr
10 Euro, 2 Monate 3 Euro.
Dauerhafte Domains sichert man sich besser auf herkömmliche Weise. Es dauert
schliesslich viele Monate bis man in Suchdiensten so richtig bekannt wird.
Mehr Infos auf der Webseite der
Virtualley Interwarez.Services GmbH:
http://www.virtualley.com/
und direkt bei inomic.ms
http://www.inomic.ms/