Daten auf dem eigenen PC schnell zu finden ist ebenso wichtig, wie die effektive
Suche im Internet. Deshalb kombiniert Google die Suche auf dem PC mit der Suche
im Internet.
Die kostenfreie Anwendung ist 800 kB gross und schnell installiert.
Ab diesem Zeitpunkt läuft ständig ein kleiner Webserver auf ihrem Computer.
Sie
können zwar sofort nach der Installation eine Suche starten, doch werden zunächst
nur wenige Dokumente gefunden. Alle Dokumente müssen zunächst erfasst werden.
Dafür werden die relevanten Dateien auf Festplatte gescannt und ein Index angelegt.
Die Suchergebnisse werden dann ausschliesslich aus dem Index bedient, das ermöglicht
die schnelle Präsentation der Ergebnisse. Der Festplattenspeicherverbrauch für
den Index wird mit ca. 500 MB angegeben. Tatasächlich ist die Index-Grösse
von der Anzahl der erfassten Dokumente abhängig. Bis der komplette Index
angelegt ist, vergehen mehrere Stunden. Computer die viele Dateien enthalten
sollten mal eine Nacht bzw. einen entsprechenden Zeitraum duchlaufen, ohne dass
daran gearbeitet wird. Der Indexierungsvorgang läuft nur, wenn der Computer mindestens
30 Sekunden nicht benutzt wurde. Also generell in Zeiten, in denen nicht am Computer
gearbeitet wird.
Nur bestimmte Dateitypen werden erfasst. Text und HTML Dateien ebenso wie
Dateien für folgende Anwendungen: Microsoft
-Power Point, -Exel, -Word, AOL Chat und Instant Messenger,
E-Mails in Outlook 2000+, Outlook Express 5+, Netscape Mail 7.1+, Mozilla Mail und Thunderbird
, sowie Webseiten die ab Internetexplorer 5, Netscape 7.1, Mozilla und Firefox darstellbar sind (Browser-Cache). Mit Add-Ins lässt sich die Palette indexierbarer Dateien erweitern.
Von Multimediadateien die als Musik, Video oder Bilddateien
vorligen, im .gif und .jpeg Format, ebenso wie von .pdf Dateien werden der Dateiname
sowie die Meta-Angaben erfasst. Je besser z.B. Musikdateien mit Infos zum Interpreten, Songtitel usw. versehen sind, je besser können die Suchergebnisse sein.
Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass "Google Desktop Search" nur
die primäre Festplatte indexiert und damit für das Tool durchsuchbar gemacht
wird.
Die Desktop-Suche
steht lediglich für Nutzer ab Windows 2000 (SP3) und Windows XP zur Verfügung. (Stand Oktober 2004)
Benutzeroberfläche
Die webbasierte Benutzeroberfläche entspricht in ihrem Erscheinungsbild der
Google Websuche. Diese wird mit einem Verweis zur Desktop-Suche ergänzt. In der
Grundeinstellung werden alle erfassten Dokumenttypen gelistet. Dazu gehören übrigens
auch alle kürzlich mit dem o.g. Browsern besuchten Seiten, die im Browsercache
abgelegt sind. So mag man schneller kürzlich besuchte Seiten wiederfinden, als
sich mühsam durch den Browsercache zu arbeiten.
Die Desktop-Suche legt einen Cache an, in dem Seitenversionen abgelegt werden.
So lassen sich die Inhalte einer früheren Dateiversion ansehen, selbst wenn die
Datei bereits geändert wurde oder gar nicht mehr vorhanden ist.
Schutz der Privatsphäre
Google versichert, dass die Privatsphäre der Nutzer nicht berührt wird und
Google nichts davon erfährt, was sich auf den Festplatten der Nutzer befindet.
Dennoch sendet die Anwendung einige Daten zum Google Hauptquartier. Jede Installation
erhält eine eindeutige Identifikationsnummer. Diese wird mit der Anzahl der durchgeführten
Suchen und der Zeit die jedes Ergebnis betrachtet wurde, übermittelt. Einige
Daten werden in Cookies gespeichert. Sie können jedoch bereits während des Installationsprozesses
oder später in den Einstellungen (Preferences) wählen, dass keine Daten übertragen
werden. Google versichert, diese Daten nur zur Weiterentwicklung der Software
zu verwenden.
Nutzer die sich unter verschiedenem Nutzernamen und Passwort anmelden, können nur eigene Dateien indexieren. Sie können für ihren Index ein Passwort vergeben und dafür sorgen, dass passwortgeschützte Office-Dateien nicht indexiert werden.
Eine Nutzertrennung gibt es ebenfalls in der kostenfreien Enterprise-Version (Firmenversion).
Ranking
Die Grundeinstellung sortiert die Ergebnisse nach Datum, weil in Tests ermittelt
wurde, dass diese die bevorzugte Nutzereinstellung ist. Alternativ ist die Sortierung
nach Relevanz möglich. Dabei werden alle derzeit ca. 150 Bewertungskriterien
berücksichtigt, die auch für die Google Websuche verwendet werden. Lediglich
der PageRank wird hier nicht ermittelt.
Weitere - kostenpflichtige - Tools zur Desktop-Suche
Das @-web Verzeichnis der wichtigsten Suchmaschinen mit URL zum Anmelden neuer
Webseiten.
Webverzeichnisse und Metasucher: Suchmaschinenverzeichnis
15.10.2004
Letzte Änderung: 25.05.2005
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