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Suchmaschinen sind Schmarotzer im Web – sagt Jakob Nielsen

Jakob Nielsen ist vielen Webgestaltern als Usability Guru bekannt. In seiner aktuellsten “Alert Box” vom 09. Januar 2006 lässt er wenig Gutes an Suchmaschinen.

Nielsen lässt keinen Zweifel daran, dass Suchmaschinen für Nutzer wertvoll sind. In seiner Betrachtung geht es darum, wie Suchmaschinen sich von Websites bezahlen lassen, die den eigentlichen Inhalt erschaffen. Gemeint ist damit die Nutzung von pay-per-Klick Anzeigen in Suchmaschinen.

Suchmaschinen nutzen zu viel vom Wert des Internets, lassen zu wenig übrig, für die Webseiten welche die Inhalte erstellen. Die Befreiung von der Suchabhängigkeit ist strategisch für Websites notwendig.

Mit dieser Schlussfogerung weist Jacob Nielsen darauf hin, dass Websitebetreiber sich für die nächsten Jahren überlegen sollten, wie sie unabhängiger von Suchmaschinen werden. Nielsen zeigt in einem Rechenbeispiel, wie sich die Kosten für Firmen erhöhen, um Besucher auf die eigene Website zu bekommen. Die Rechnung bezieht sich ausschliesslich auf bezahlte Anzeigen, die mit wachsenden Preisen für die Gebote immer teurer werden. Besucher der Webseiten, die auf den natürlichen Listings aus dem normalen Suchmaschinenindex basieren, seien kein Problem aber auch nicht kalkulierbar, da der darauf basierende Traffic ohne Benachrichtigung veränderbar sei.

Folgende Strategien sieht Jacob Nielsen um Websites von Suchmaschinen unabhängig(er) zu machen:

– E-Mail Newsletter
– Marketing basiert auf Nutzerwünschen
– Diskussionsgruppen
– Affiliate Programme
– Newsfeeds
– URL auf physischen Produkten vertreiben
– URL mit physischen Produkten verbinden (Beispiel iPod für iTunes Store)
– Mobile Eigenschaften nutzen

Search Engines as Leeches on the Web (Jakob Nielsen’s Alertbox)