Nach einem Bericht von ZDNet, wurde die AOL-Suchmaschine von Spammern missbraucht.
Der Suchmaschinen-Index von Inktomi wurde ausgetrickst.
Die Inhalte von Webseiten werden kopiert, der revisit-after Meta-Tag mit der Anweisung
"täglich" bestückt, die Site soll nicht gecached werden.
Angeblich soll es mit dieser Methode gelungen sein, tausende Suchresultate auf
eine russische Website umzuleiten, die mit dem Suchbegriff in keiner Beziehung
stand.
Besonders einleuchtend ist diese Variante nicht. Würden die Spider der Suchmaschinen
wirklich den Wünschen der Webmaster folgen, und in den von Webmastern vorgegebenen
Zyklen erneut aufsuchen, müssten ständig unzählige Websites besucht
werden, deren Inhalt sich nicht geändert hat.
Inktomi bietet jedoch Websitebetreibern die Möglichkeit, Websites gegen Bezahlung
im Rhythmus von 48 Stunden spidern zu lassen. In relativ kurzen Abständen
kann ein Websitebtreiber prüfen, ob und wie sich Änderungen an einer
Webseite auf die Listung im Suchmaschinen-Index auswirkt.
Klar ist, dass es diverse Möglichkeiten gibt, das Ranking von Suchmaschinen
zu beeinflussen. Solange diese Ergebnisse genau das wiederspiegeln, wonach die
Anfrage verlangt, sollte das kein Problem sein. Erst die anderen, unpassenden
Ergebnisse, verärgern Nutzer von Suchmaschinen und beeinträchtigen die
Qualität der Suchergebnisse.
AOL und Inktomi, als Betreiber dieses Suchmaschinen-Index, bemühten sich,
die Geringfügigkeit dieser Attacke hervorzuheben. Täglich erreichen
die AOL-Website Millionen von Suchanfragen, nur wenige tausend Treffer wurden
als problematisch eingestuft. Die fragliche Site wurde ausgefiltert.
Spamversuche wird es immer wieder geben. Das Spiel von Katz und Maus, ohne Ende.
Suchmaschinen sind jedoch immer besser in der Lage diesen entgegen zu treten.
Das @-web Verzeichnis der wichtigsten Suchmaschinen mit URL zum Anmelden neuer
Webseiten.
Webverzeichnisse und Metasucher: Suchmaschinenverzeichnis
20.06.2002
Seitenbeginn